Donnerwetter

Für die einen ein beeindruckendes Schauspiel, für die anderen bedrohliche Naturgewalten: Ein Sommergewitter löst unterschiedliche Reaktionen und Emotionen aus. Wenn die Furcht vor Gewitter zur Belastung wird, kann die Homöopathie hilfreich sein, besser mit diesem Wetterphänomen umzugehen. 

Im Sommer kommt es, besonders hier in unserer Region mit den vielen Seen, an und in den Alpen, oft zu Gewittern. Generell entwickeln sich Sommergewitter, weil warme, feuchte Luft schnell aufsteigt, abkühlt und zur Bildung mächtiger Quellwolken führt. In den Bergen wird die Luft zusätzlich nach oben gedrückt, was Gewitter noch leichter entstehen lässt. Das Ganze entlädt sich meist am späteren Nachmittag in Form von kräftigen Wärmegewittern. Sie gehören zum typischen Sommerwetter in den Alpen – und lassen den Himmel zur Kulisse für ein faszinierendes Schauspiel aus Blitzen und Wolkenspiel werden, untermalt von grollendem Donner. Von einem geschützten Platz aus beobachtet wirklich imponierend, welche Kräfte die Natur entwickelt.

Bei Gewittern können sich elektrische Spannungen von bis zu 100 Millionen Volt (100 Megavolt) aufbauen, ein Blitz misst etwa 30.000° Grad und der Donner schafft bis zu 130 Dezibel, das ist vergleichbar mit einem startenden Düsenjet oder einem Presslufthammer.

Ganz schön was los in der Luft. Und kein Wunder, dass wir einen gesunden Respekt vor Gewitter haben, das ist auch gut so – jedes Kind weiß: offenes Gelände meiden, nicht unter freistehenden Bäumen Schutz suchen und raus aus dem Wasser, aber schnell. 

Wenn allerdings diese Vorsicht in Furcht oder gar Panik umschlägt, ein Gewitter nur als unvorhersehbare Gefahr gesehen wird und die intensiven Sinneseindrücke zu Stressreaktionen wie Herzrasen und schweißnasse Hände führen, kommt es zu Vermeidungsverhalten, das den Alltag einschränken kann und die Angst immer größer werden lässt. Und dann?

In der Homöopathie gibt es eine Reihe von Mitteln, in der Rubrik „Furcht vor Gewitter“ sind über 40 gelistet. Jetzt muss man nur noch herausfinden, wo die Angst begründet liegt: Ist es die Angst aus einer allgemeinen Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen, wie lauten Geräuschen oder plötzlichem Licht? Eine große Schreckhaftigkeit? Oder eher die Angst, ausgeliefert zu sein? Der Eindruck, der Situation nicht gewachsen zu sein? In einem Gespräch gehen wir diesen Gefühlen auf den Grund und betrachten den Menschen ganzheitlich, nicht isoliert die Furcht vor Gewitter. Dann wählen wir das individuell passende Arzneimittel.

Vielleicht wird schon das nächste Gewitter mit Ehrfurcht statt Furcht erlebt. Und mit etwas Glück taucht danach ein Regenbogen auf und die Welt in ein anderes Licht!

Fotos von Johannes Plenio: https://www.pexels.com/de- & Susanne Berndl