Kaum zu glauben, aber wahr: Die würzige Kresse ist das wohl nährstoffreichste Lebensmittel weltweit. Sie liefert uns jede Menge essenzielle Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Dabei hat sie kaum Kalorien. Das sind gleich viele gute Gründe, möglichst jeden Tag mit ein bisschen Kresse aufzupäppeln. Kresse macht sich gut in Salaten, Kräuterquark oder einfach aufs Brot – Hauptsache, sie wird nicht erhitzt. Besonders jetzt, wenn Herbst und Winter bevorstehen, eignet sich das krautige Pflänzchen zu mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen hervorragend, um zur Gesundversorgung beizutragen.
Mit Kresse das Immunsystem füttern
Kresse bietet neben wesentlichen Inhaltsoffen wie beispielsweise Eisen und Calcium auch wirklich viel Vitamin C – pro 100 g sogar mehr als Zitronen, wobei 100 g Kresse natürlich echt viel ist. Aber es ist gut zu wissen, dass wir durch die zarten grünen Sprossen unsere Vitamin-C-Zufuhr steigern können. Außerdem enthält sie wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, die beim Schneiden oder Kauen in Senföle umgewandelt werden. Sie sorgen nicht nur für den typischen, leicht scharfen Geschmack, sondern sollen auch antibakterielle, antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften haben. Perfekt für die Erkältungssaison.
Entgiftung unterstützen – ein Kraut für die Leber
Die Senföle aus der Kresse tragen dazu bei, Enzyme zu aktivieren, die an der Entgiftung, die unsere Leber täglich leistet, beteiligt sind. So fördert sie die Ausscheidung von Schadstoffen, Alkohol, Medikamenten und ihren Abbauprodukten, die über diese spezifischen Enzyme in wasserlösliche Stoffe umwandelt werden, über die Nieren gefiltert und im Urin nach draußen geschleust werden.
Ein kleiner Booster für die Verdauung
Die Schärfe der Kresse regt den Speichelfluss an – damit werden schon im Mund Verdauungsenzyme freigesetzt, die mit der Aufspaltung von Kohlenhydraten beginnen. Sie steigert die Produktion von Magensäure und regt außerdem dazu an, vermehrt Gallensäure auszuschütten. Ein guter Gallenfluss kann einem unangenehmen Völlegefühl nach fettreichen Mahlzeiten vorbeugen. Weiterhin soll sie sie Darmbewegungen anregen und durch die milde antimikrobielle Wirkung der Senföle dazu beitragen, gasbildende Fäulnisbakterien in Schach zu halten.
Nasturtium officinale – so heißt die Brunnenkresse auf homöopathisch
Das Mittel wird in der klassischen Homöopathie – wen wundert’s, nach allem, was wir jetzt wissen – u. a. bei Schleimhautentzündungen der Atemwege oder zur allgemeinen Anregung des Stoffwechsels und der Verdauung eingesetzt. Dann gibt es Lepidium sativum (die Gartenkresse), die traditionell zur Unterstützung von Leber, Galle und der Blutreinigung gegeben werden kann. Und auch die große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) hat ihren Platz in der Naturheilkunde und kann – auch homöopathisch – unter anderem bei wiederkehrenden Blasenentzündungen oder Erkältungskrankheiten eingesetzt werden.
Aber natürlich gibt es noch viele, viele andere Mittel, die bei diesen Beschwerden passen können. Wichtig ist immer, dass wir die passende Arznei finden – nicht nur für die Symptome, sondern für den ganzen Menschen.



