Karneval ist rum, Ostern noch nicht da – das bedeutet: Fastenzeit. Klingt nicht wirklich lecker, eher nach Verzicht. Aber so muss es gar nicht sein. Es gibt so viele unterschiedliche Möglichkeiten, ein bisschen an seinen Gewohnheiten zu schrauben und Körper, Geist und Seele damit etwas Gutes zu tun. Einfach etwas achtsamer umgehen mit dem, was man zu sich nimmt. Eine sanfte Art des Fastens ist das Basenfasten. Säurebildende Lebensmittel wie beispielsweise Fleisch, Käse, Brot, Kaffee und Kuchen haben Pause, stattdessen kommen Gemüse, Obst und Kräuter auf den Teller. Und das aber satt!
Go for Gemüse
Beim Basenfasten isst man rein pflanzlich – Obst und Gemüse, Nüsse und gekeimte Haferflocken, Kräuter und Gewürze. Und das 3 x täglich, früh, mittags und abends mit ausreichend Abstand zwischen den Mahlzeiten. Die hohe Nährstoffdichte und der im Vergleich zur alltäglichen Ernährung gesteigerte Ballaststoffgehalt dämpfen den Appetit, so dass die Snacklust zwischendurch meist gar nicht erst aufkommt. Und wenn doch, schafft man mit einer Handvoll Nüssen und einem Kräutertee gut bis zur nächsten Mahlzeit. Basenfasten entlastet Verdauung und Stoffwechsel durch den Verzicht auf schwer verdauliche, verarbeitete Lebensmittel. Dazu kommt das achtsame Essen, Bissen für Bissen gut kauen, mit allen Sinnen erleben – das macht jede Mahlzeit zu einem kleinen Fest und tut tatsächlich auch der Stimmung gut.
Achtung, Geschmacksexplosion
Während der basischen Ernährung stellt sich (nachdem die ersten Hürden wie zum Beispiel der Koffeinentzug durch das Weglassen des gewohnten Kaffees, der durchaus für Kopf- und sogar Gliederschmerzen sorgen kann, genommen sind) schnell eine spürbare Leichtigkeit ein. Der Körper muss nicht mehr so viel Energie für die Pufferung überschüssiger Säuren aufwenden. Damit können sich Zellen und Gewebe auf ihre Kernfunktion konzentrieren. Man spürt, dass Energie frei wird. Ganz ohne Zucker und andere künstliche Zusatzstoffe wird außerdem der Geschmackssinn feiner, und ein Apfel schmeckt plötzlich wie ein Gedicht – süß, intensiv und nach Sonne.
Eine Wohltat für Konzentration, Stimmung & Schlaf
Nicht nur das Körpergefühl wird ein anderes, auch der Geist wird frischer: Ein stabiler Blutzucker ohne Zuckerspitzen unterstützt uns, besser und konzentrierter bei der Sache bleiben. Für die Stimmung kommt Tryptophan (genauer L‑Tryptophan) dazu: Es handelt sich um eine essentielle Aminosäure, ein Eiweißbaustein, den der Körper nicht selbst herstellen kann und der über die Nahrung aufgenommen werden muss. Unter den basischen Lebensmitteln sind Sojabohnen und andere Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, grüne Bohnen gute Tryptophan-Quellen. Beim Gemüse sind Spinat, Grünkohl und Blumenkohl Spitzenreiter im Tryptophan-Gehalt. Tryptophan ist die Vorstufe für Serotonin und Melatonin. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der vor allem Stimmung, Schlaf und Appetit reguliert. Melatonin unterstützt den Tag-Nacht-Rhythmus und kann das Einschlafen sowie erholsamen Schlaf fördern.
Sanfter Begleiter beim Basenfasten – die Homöopathie
Wenn Sie während des Basenfastens die Entgiftung und das Wohlbefinden fördern, der Leber beim Abbau der Säureschlacken Support zukommen lassen und Symptomen, die beispielsweise durch Koffeinentzug auftauchen können, etwas entgegensetzen möchten, wenden Sie sich gerne an mich. Die homöopathischen Arzneimittel und auch Schüßler Salze können – situativ und individuell ausgewählt – gute Begleiter sein.



